Nachgefragt bei Greenreb: Während Topgolf Callaway Brands rückläufige „same-venue sales“ meldet, wächst der deutsche Standort auch im dritten Betriebsjahr planmäßig. CEO David P. Speiser im Interview.


Bei Topgolf Callaway waren die Erlöse an bestehenden Standorten rückläufig. Wie sieht das in Oberhausen aus?
„Bei uns ist das nicht der Fall. Wir sind im zweiten Betriebsjahr stark gewachsen und wachsen auch im dritten weiter – obwohl das Umfeld und die Konsumentenstimmung schwierig sind. Wir sind sehr zufrieden mit der Ertragsentwicklung.“
Wo wächst die Anlage am stärksten?
„Den größten Unterschied haben wir zwischen Event- und Walk-in-Geschäft. Bei den Events wachsen wir deutlich stärker. Wir hatten dieses Jahr zum ersten Mal einen Venue Buyout, bei dem ein Kunde die ganze Anlage einen Tag gemietet hat.“
Welche Rolle spielte der Markenaufbau?
„Das ist der große Unterschied zu den USA. Dort ist die Brand Awareness hoch, neue Anlagen starten bei 100 Prozent. Bei uns kannte uns anfangs niemand – wir mussten die Bekanntheit von null aufbauen. Mittlerweile läuft die Anlage sogar über den Erwartungen.“
Wie groß ist der Einzugsradius?
„Für einfache Abendbesuche rund 40 Minuten; für Wochenend- und Urlaubsbesuche teilweise riesig, bis nach Holland mit zwei Stunden Anfahrt.“
Und die weiteren Standorte?
„Für Wien ist alles im Zeitplan – das Gebäude steht, das Außenfeld ist im Bau. Für Mailand haben wir die Baugenehmigung. In Deutschland laufen bei rund sieben Anlagen Gespräche mit Investoren oder bereits Bewilligungsverfahren. Insgesamt haben wir über 500 Standorte identifiziert und evaluiert.“

